Die ultimative Checkliste für das Zugspitzplatt

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Wer den Gipfel der Zugspitze als Ziel hat, kommt am Zugspitzplatt nicht vorbei. Diese Hochfläche aus Karstgestein befindet sich südlich am Berg auf einer Höhe von etwa 2.600 Metern. Im Winter wird dieser Bereich zum höchsten Skigebiet Deutschlands, doch auch im Sommer lohnt sich ein Besuch. In diesem Artikel findest du alle wichtigen Fakten, die du für einen Abstecher dorthin wissen musst.

Auf einen Blick

Was ist das Zugspitzplatt?

Das Zugspitzplatt ist eine alpine Karst-Hochfläche an der Zugspitze. Dort kannst du das Panorama der Alpen auch mal ohne die Menschenmassen genießen, die sich bei schönem Wetter auf dem verbauten Gipfel tummeln. Die Aussicht ist bei klarer Sicht fantastisch, schließlich fehlen nur 300 Höhenmeter bis ganz oben.

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Blick vom Zugspitzblatt auf den Gipfel

Wo ist das Zugspitzplatt?

Das Platt befindet sich etwas unterhalb des Gipfels an der Südseite der Zugspitze. Direkt daneben siehst du den Schneeferner, einer der Gletscher an den Flanken des Berges.

Rüste dich kleidungstechnisch also entsprechend aus. Auch wenn unten im Tal Sommer herrscht, ist es weit oben in der alpinen Bergwelt kühl. An windstillen, sonnigen Tagen im Sommer fühlt man sich auch im T-Shirt wohl. Doch unterschätze nie, wie schnell sich das Wetter ändern kann.

(Hier würde sich eine deiner Landkarten gut machen)

Wie hoch liegt das Zugspitzplatt?

Das Zugspitzplatt liegt auf 2.600 Metern Höhe. Doch wie kommt man da überhaupt hin?

Wenn du von Garmisch oder Ehrwald aus zu Fuß starten möchtest,  findest du die Beschreibung für Tour 1 und Tour 2. Beide Wanderungen führen dich über das Zugspitzplatt auf den Gipfel der Zugspitze führen. Einfacher und schneller geht es natürlich mit einer Seilbahn oder der Zahnradbahn.

Bahnen auf das Platt

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Bayerische Zugspitzbahn Richtung Zugspitze

Die Bayerische Zugspitzbahn führt dich von Garmisch aus an Grainau und am Eibsee vorbei bis zum Zugspitzplatt. Ab Grainau wird sie zur Zahnradbahn und arbeitet sich stetig nach oben. Die Fahrt dauert von Garmisch bis zur Endstation 80 Minuten.

Wenn du noch weiter zum Gipfel möchtest, kannst du auf dem Zugspitzplatt direkt in die Gletscherbahn umsteigen.

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Gletscherbahnhof Zugspitzplatt

Das Ganze funktioniert natürlich auch andersherum – mit einer der Seilbahnen direkt zum Gipfel und von dort aus mit der Gletscherbahn ein Stockwerk tiefer. Weitere Informationen über die Seilbahn in Ehrwald/Österreich findest du hier.

Die brandneue Seilbahn Zugspitze, die vom Eibsee in Deutschland aus startet, wird derzeit noch repariert.

Öffnungszeiten der Bahnen

Bayerische Zugspitzbahn

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Bayerische Zugspitzbahn Richtung Garmisch-Partenkirchen

Von Garmisch aus fährt die Bahn ab 8:15 Uhr jede Stunde Richtung Zugspitze. Am Eibsee gibt es ab 8:45 Uhr stündlich die Möglichkeit, direkt in die eigentliche Zahnradbahn einzusteigen. Bei Bedarf fährt die Bahn auch halbstündlich.

Die letzte Bahn verlässt Garmisch um 14:15 Uhr, und am Eibsee kannst du um 14:45 Uhr das letzte Mal zusteigen. 

Für die Rückfahrt ins Tal am Eibsee vorbei bis nach Garmisch ist die Zahnradbahn von 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr in Betrieb. Weitere Infos zum aktuellen Fahrplan der Bayerischen Zugspitzbahn/Zahnradbahn findest du auf dieser Seite.

Gletscherbahn

Die Gletscherbahn ist eine Seilbahn, sie verkehrt alle 10 Minuten zwischen dem Gipfel und dem Zugspitzplatt. Die Öffnungszeiten sind 8:45 Uhr (Juli, August 8:15 Uhr) bis 16:25 Uhr (Juli, August 17:25 Uhr).

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Die Gletscherbahn

Mit deiner Tagesfahrkahrte kannst du die Gletscherbahn unbegrenzt nutzen. Wenn du Seilbahnfahrten magst, kannst du theoretisch mehrmals am Tag zwischen dem Gipfel und dem Platt pendeln. Die Fahrt dauert nur 4 Minuten.

Auf dem Zugspitzplatt

Wanderungen

Um die atemberaubende Aussicht so richtig zu genießen, solltest du das Zugspitzplatt zumindest teilweise zu Fuß erkunden. Ein einfacher Wanderweg führt dich in einer halben Stunde um das Sonnalpin herum. Dieser Weg ist auch für kleine Kinder nicht schwer zu bewältigen.

Bist du bergerfahren und verfügst über Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit, kannst du in 1,5 Stunden am Schneefernerhaus vorbei zum Gipfel wandern. Der Weg ist beschwerlich und steil, jedoch gut abgesichert.

Gletscher

Du möchtest lieber eine Gletscherwanderung über das ewige Eis machen? Mit dem richtigen Schuhwerk und eventuell auch Walking-Stöcken hast du kein Problem, den richtigen Halt zu finden.

Der Weg ist einfach und führt dich direkt über den Schneeferner, einen der letzten Gletscher Deutschlands.  In 40 Minuten gelangst du zur Aussichtsplattform am Windloch. An diesem Aussichtspunkt liegt dir Österreich zu Füßen und du hast einen grandiosen Blick auf die umliegenden Berge.

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Nördlicher Schneeferner

Für alle, die dem Schneeferner noch näher kommen wollen, ist der GletschErlebnisWeg da. An fünf interaktiven Stationen kannst du dich über die alpine Bergwelt und den Gletscher informieren.

Wenn du Zeit und Lust hast, schließe dich doch einer der kostenlosen Gletscherführungen an. Diese werden täglich um 11:00 und 13:30 Uhr angeboten und dauern eine Dreiviertelstunde.

Restaurants

Für den hungrigen Wanderer gibt es am Zugspitzplatt mehrere Möglichkeiten der Verpflegung. Das Gletscherrestaurant Sonnalpin lockt mit einer gemütlichen Sonnenterrasse und Liegestühlen.

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Sonnalpin Restaurant

Weitere Einkehrmöglichkeiten bieten der Gletschergarten mit seinem beweglichen Dach, sowie das Suppenkar im Winter. Ausführliche Informationen zu den Restaurants und die Öffnungszeiten findest du in diesem Artikel.

Schneefernerhaus

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Schneefernerhaus

Ebenfalls auf dem Zugspitzplatt befindet sich Deutschlands höchstgelegene Forschungsstation. Das Schneefernerhaus diente früher als Hotel, doch seit 1999 wird es ausschließlich als Umweltforschungsstation genutzt. Besichtigungen sind leider nicht möglich. Weitere Informationen über das Schneefernerhaus findest du auf dieser Seite.

Kapelle „Maria Heimsuchung“

Und es geht weiter mit den Rekorden. Diese kleine Kapelle ist Deutschlands höchstgelegenes Gotteshaus, seit Oktober 1981 finden dort Gottesdienste statt. Sogar heiraten kann man dort.

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Kapelle am Zugspitzplatt Maria Heimsuchung

Gleich daneben befindet sich ein kurzer Klettersteig, der zum „MinispiX“ führt. Diese kleine Aussichtsplattform ist eine Kopie vom größeren „AlpspiX“, der sich am Osterfelderkopf befindet.

Aktuelle Webcam

Dank der Technik ist es möglich, jederzeit aktuelle Bilder vom Zugspitzplatt und der restlichen Umgebung der Zugspitze zu sehen. Mit Hilfe der Webcams kannst du das Wetter checken, während du noch in Garmisch im Tal bist – oder dich mit schönen Bergbildern mental auf deine Tour auf die Zugspitze vorbereiten.

Die Live-Kameras bieten einen Rundum-Blick in alle Himmelsrichtungen. Wähle einfach auf dieser Webseite die gewünschte Kamera aus und schalte dich dazu.

Für die Wintersaison: Übersicht der Pisten & Lifte

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Zugspitzplatt-oberes-Skigebiet-Winter

In Deutschlands höchstem Skigebiet kommt jeder Wintersportler voll auf seine Kosten. Es liegt zwischen 2.000 und 2.700 Metern Höhe. Dank dem Gletscher ist die Skisaison hier besonders lang – von November bis Mai kann man sich auf Naturschnee austoben.

Die Momente, wenn das Tal im Nebel verschwindet und die Gipfel aus dem Wolkenmeer hervorragen, sind besonders beeindruckend. Dann kannst du buchstäblich über den Wolken Skifahren.

Rund 20 Pistenkilometer stehen zur Verfügung, davon sind 3 direkt auf dem Gletscher.  Die Ski-Abfahrt Riffelriss ist die längste im Skigebiet Zugspitzplatt, sie erstreckt sich über malerische 4,5 km. Leichte und mittelschwere Abfahrten sind vorhanden, und auch für Freerider ist abseits der Pisten genügend Tiefschnee dabei.

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Zugspitzplatt im Winter

Du fühlst dich auf einem Schlitten wohler? Das Zugspitzplatt ist auch für Schlitten- und Bobfahrer ein heißer Tip. Gleich drei lange Rodelbahnen bieten dir Rodelspaß und ein herrliches Panorama in einem. In der Rodelhütte oder im Gletscherrestaurant kannst du deine Ausrüstung mitsamt Zipfelbob mieten – und dann ab ins weiße Tal!

Eine Liste aller geöffneten Anlagen und Pisten findest du unter diesem Link.

Fazit

Die Aussicht auf dem Zugspitzplatt ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Für Wintersportler und Wanderer lohnt sich der Besuch gleichermaßen. Auf jeden Fall sollte man den Besuch auf Deutschlands höchstem Berg nicht nur auf den Gipfel beschränken. Das Bergfeeling kommt auf dem Platt vielleicht sogar noch mehr auf, da es nicht verbaut ist und man richtigen Fels unter den Schuhen hat.

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Ja, ich habe schon auf der FAQ Seite nach einer Antwort gesucht.