Tour 4: Österreichisches Schneekar und Stopselzieher

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Der Weg von Ehrwald aus über die Wiener-Neustädter-Hütte ist die kürzeste und schnellste Möglichkeit zu Fuß auf die Zugspitze zu gelangen.

Es ist auch eine der beiden Möglichkeiten die Zugspitze von Österreich aus zu besteigen.

Der Aufstieg verlangt eine gute Kondition und Trittsicherheit wie auch Schwindelfreiheit.

Es müssen 1750 Höhenmeter überwunden werden. Einige Strecken müssen über viel Geröll und loses Gestein gegangen werden. Es besteht hier hohe Steinschlaggefahr.

Verlauf der Tour 4 auf die Zugspitze (für genaue Koordinaten siehe nachfolgende Wanderkarte)

Die Strecke ist etwas einfacher als der Weg durchs Höllental.

Die Strecke ist auch nicht ganz so überlaufen, sondern eher ein Geheimtipp. Die Tour ist kurzweilig und abwechslungsreich.

Höhepunkt ist der „Stopselzieher“, ein außergewöhnlicher Klettersteig der mit einer Überaschung auf dich wartet.

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Ausgangspunkt

Talstation der Tiroler Zugspitzbahn in Ehrwald
training
Anforderungen
Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Klettersteigerfahrung
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Schwierigkeitsgrad

A/B

Absicherung der Strecke

Mittelmäßig

Dauer Aufstieg / Gesamthöhe

6:00 bis 7:00h
1735Hm
Dauer Abstieg
15min (Bergbahn)
klettertipps

Steighöhe /
Kletterzeit

480m
2h

Ausrichtung

West

Latschenkiefern säumen den Weg

Wie bei allen Touren auf die Zugspitze lohnt sich auch bei dieser ein früher Aufbruch.

Wer es schafft um 6.00 Uhr oder sogar früher zu starten wird mit Einsamkeit belohnt.

Vor der ersten Seilbahn auf der Zugspitze anzukommen hat durchaus seinen Reiz (dafür spätestens 5.00 Uhr Aufbruch).

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Latschenkiefer am Wegesrand

Am Parkplatz angekommen startest du gegen Osten.

Von der Talstation aus folgst du dem Wegweiser „Wiener-Neustädter-Hütte, Zugspitze“ und später dem Schild „Zugspitze“.

Ja, hier geht’s gleich steil zur Sache.

Zuerst wirst du über eine ehemalige Skipiste geleitet.

Nach ca. 20 min über die Wiesenschneise, triffst du auf einen Pfad, der dich in die Latschenkiefern hinein führt.

Ab jetzt folgst du einfach der Markierung „roter Punkt“.

Du hast jetzt die Möglichkeit zwischen zwei Wegen zu wählen. Der Linke ist ein gerölliger Weg ins Gamskar hinein.

Sonst kannst du auch gerade aus der ehemaligen Piste folgen, die dich auf festerem Untergrund ins Gamskar führt.

Nach ungefähr 15 Minuten treffen beide Wege wieder aufeinander.

Kurz danach folgst du dem Wegweiser „W. N.“ (Wiener Neustädter Hütte) der dich wieder auf die ehemalige, von Latschen gesäumte, Skipiste nach rechts führt.

Der bisher überwiegend grasige Weg, wechselt nun immer mehr zu Geröll und wird umrahmt von hohen Felsen.

Der Serpentinen-Weg wird mit der Zeit immer steiler und nach etwas über einer Stunde erreichst du eine Kuhtränke.

Geröll und Felsen

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Die Tiroler Zugspitzbahn

Danach folgst du zuerst noch kurz dem von Latschen gesäumten Weg der sich nach oben schlängelt.

Schon bald musst du dann aber wieder einen Hang mit viel Geröll passieren.

Wenn du links die ehemalige Mittelstation der Seilbahn sehen kannst, wirst du auf einen Querweg treffen.

Hier biegst du nach rechts zum Georg-Jäger-Steig ab. Der rote Punkt leitet dich leicht abwärts ins Gamskar.

Achte hier gut auf die Markierungen!

Danach geht’s über Stufen und Kurven relativ steil nach oben, bis auf einen Bergrücken.

Über Kletterstellen zur Hütte

Vorbei an der ehemaligen Seilbahnstütze geht’s in Richtung neue Seilbahn.

Auf dieser Strecke befindet sich die erste Kletterstelle. Der Steig ist gut mit Drahseilen gesichert.

Danach unterwanderst du die Trasse der neuen Tiroler Zugspitzbahn.

Kurz nach dem Passieren eines Seilbahnmasten darfst du nochmals durch einen größtenteils gesicherten Steig kraxeln, der dich direkt in den Fels hinein führt.

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Die Wiener-Neustädter-Hütte

Im weiteren Verlauf wanderst du ziemlich eben bis zu einer ungesicherten Steilstufe, die überklettert wird.

Nach einem kurzen steilen Anstieg bringt dich der „rote Punkt“ durch die Felsen zur Wiener-Neustädter-Hütte (2213 m).

Obwohl du den eigentlichen Klettersteig noch vor dir hast, sind jetzt schon etwas über die Hälfte der Höhenmeter überwunden.

Hier kannst du übernachten und aus der Begehung eine Zwei-Tage-Tour zu machen.

Ansonsten kannst du dich auf der Hütte auch einfach nur kurz erfrischen und wieder durchstarten.

Der Stopselzieher

Nach der Pause wird das „Schneekar“ überquert.

Der Pfad steigt ständig leicht an, bis zum linken oberen Ende des Schneekars.

Nach ca. 15 min Geröllüberquerung gelangst du an den Klettersteigeinstieg an der Zugspitz-Westflanke.

Jetzt ist es an der Zeit das mitgebrachte Klettersteigset oder zumindest den Steinschlaghelm anzulegen.

Eine schräge, kaminartige Rinne führt dich dann weiter des Weges.

Wenn die plattige Rampe und einige Trittbügel überquert sind erreichst du den Naturstollen des Stopselziehers.

Diesen faszinierenden Felsentunnel durchkletterst du und kraxelst danach an einer Felsspalte aus dem Stollen.

Über eine Treppe aus vielen metallenen Trittbügeln gelangst du wieder auf ebenes Gelände.

Das Drahtseil leitet dich dann über felsigen Untergrund. Der Steig hat nur Kletterstellen der Schwierigkeitsgrade A und B.

Damit hast du den ersten Klettersteig gemeistert.

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Blick übers Zugspitzplatt

Ca. 15 min später überquerst du wieder eine Rampe leicht nach rechts querend zu einer Rippe. Dieser Rippe folgst du.

Die Strecke wird immer steiler und steiniger. Auch hier herrscht hohe Steinschlaggefahr.

Am Ende des Klettersteigs verlässt du die Rippe nach links über Geröll.

Der „rote Punkt“ führt dich über viel lockeres Gestein bis zur ehemaligen Seilbahnstation.

Vor dort aus geht’s rechts weiter entlang eines Pfades der teilweise mit Drahtseilen gesichert ist, bis zum Wettersteingrat.

Hier wirst du wahrscheinlich auf die Bergsteiger treffen, die über das Reintal auf die Zugspitze gekommen sind (Tour 1).

Hier kommst du an die Sonne und es bietet sich dir zum ersten mal ein wunderbarer Blick Richtung Süden und über das Zugspitzplatt.

Hier befindest du dich auf der Grenze zwischen Deutschland und Österreich.

Zum Gipfel

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Münchner Haus auf der Zugspitze

Der letzte Teil ist ein halbstündiger Pfad mit Drahtseilsicherungen.

Der Pfad führt dich bis hin zum ziemlich touristisch ausgebauten Gipfelbereich des höchsten Berges Deutschlands.

Der Weg dorthin führt vorbei an vielen Kabeln und sonstiger Infrastruktur, die für den Betrieb der Zugspitzbahnen und der Gipfelstation nötig ist.

Über eine Treppe gelangst du zum Münchner Haus und damit zum Biergarten des DAV.

Dort wirst du dir die Aussichtsplattform je nach Wetter mit relativ vielen anderen Bergsteigern und Touristen teilen.

Um zum Gipfel zu gelangen musst du links am Seilbahneingang vorbei gehen.

Wenn du aus dem Betonlabyrinth herausgefunden hast, findest du einen abgetrennten Übergang zum eigentlichen Gipfel.

Wenn du spät losgegangen bist, musst du dich bei schönem Wetter auf etwas Wartezeit einstellen.

Nach dem Passieren des drahtseilgesicherten Steiges bis zum goldenen Gipfelkreuz, kannst du deinen Blick über alle umliegenden Berge und Täler schweifen lassen.

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Abstieg:

Knie- und kräfteschonend kannst du einfach mit der Tiroler Zugspitzbahn wieder zum Parkplatz fahren.

Oder du gehst die selbe Strecke zurück.

Natürlich kannst du auch durch das Reintal zum Garmisch-Partenkirchener Skistadion (Tour 1). Dafür musst du dann allerdings mit öffentlichen Verkehrsmitteln wieder zum Ausgangspunkt gelangen.

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Panoramablick vom Münchner Haus aus

Fazit

Da diese Strecke nicht so überlaufen ist, finden hier Alleingänger die nötige Ruhe.

Der Stopselzieher ist ein wunderschöner Steig mitten durch den Fels, der auch für trittsichere Kinder begehbar ist.

Solltest du eine Alternativtour zu dieser suchen, kannst du dir einmal die Strecke durch das Höllental anschauen.

Eine Wanderung auf die Zugspitze ohne Klettersteig führt durch das Reintal.

Du wünschst dir ein paar Tipps zum Klettern oder zur Ausrüstung?

Mehr dazu und auch detaillierte Infos zu allen Strecken auf die Zugspitze findest du in unserem E-book.

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36 Gedanken zu “Tour 4: Österreichisches Schneekar und Stopselzieher”

    • Hey Max,
      Das können wir leider nicht generell beantworten. Das hängt ganz vom Wetter ab.
      Du kannst aber auf unsere „häufig gestellten Fragen“ schauen. Dort haben wir einen Link zu einer Seite des DAV erstellt. Dort findest du Informationen zu den aktuellen Wetterbedingungen.

      Außerdem ist es immer sehr gut sich vorher die aktuellen Bedingungen über die Webcam anzuschauen.
      Liebe Grüße

  1. Hallo Samuel,

    die Beschreibung der Tour liest sich fantastisch.

    Letztes Jahr bin ich durchs Reintal auf die Zugspitze gewandert, nun möchte ich gerne mal einen Klettersteig ausprobieren.
    Welchen findest Du für Klettersteig-Anfänger besser? Die hier beschriebene Route über den Stoppelzieher zur Zugspitze oder den Klettersteig zur Alpspitze?

    VG
    Chris

    • Hey Chris,
      der Aufstieg über den Steig auf die Alpspitze ist sehr gut versichert und damit auch für Anfänger gut geeignet. Ich würde behaupten dass er etwas leichter ist als der durch den Stopselzieher.
      Gruß

  2. Hallo ich plane im August die Zugspitze zu erwandern mit meinem Sohn(17) ich bin durchschnittlich fit und schwindelfrei und kann 5-6 stunden am Stück gehen auch bergab.mein Sohn ist ausdauernd und fit; ich weiss aber nicht ob wir Die tour von ehrwald übers gatterl oder den weg über stopselzieher machen sollen? Ich bin letztes jahr ohne bergführer bis nahe wiener-neustädter Hütre gewandert.ist abwechslungsreich.besser mit bergführer?

    • Hallo Tanja,
      Wenn du Erfahrung im Hochgebirge hast, trittsicher und schwindelfrei bist und das auch deinem Sohn zutraust, ist es auch kein Problem die Strecke alleine zu gehen.
      Achte auf eine gute Ausrüstung, damit du nicht durch das Wetter oder andere plötzlich auftretende Schwierigkeiten überrascht wirst.
      Solltest du unsicher sein empfehle ich dir eher einen Bergführer zu buchen.
      Viel Spaß euch beiden!

  3. Hallo Samuel,
    eine super Seite. Sehr ausführlich und ich hab alle Infos bekommen nach denen ich gesucht hab. Eine Frage habe ich aber dennoch, die erst hier auf der Seite aufkam. Nach dem Latschenkiefer-Bild steht im nächsten Textabschnitt: „Mittlerweise befindest du dich auf deutschem Boden.“ Da war ich jetzt ein bisschen verwirrt wegen der GPS-Streckenführung, die auf der Karte abgebildet ist. Man ist laut Beschreibung noch im unteren Bereich (Gras, Skipiste, Geröll) und ich habe gesehen, dass die DE-Ö-Grenze oben auf dem Grat verläuft und man erst kurz vorm Ende oben ankommt. Gibt es zwei Routen nach oben, die sich dann irgendwo wieder treffen? Also wo man schon vorher irgendwo im flacheren Bereich über die Grenze kommt ohne im Klettersteig zu sein?
    Gruß,
    Christian

    • Hallo Christian,
      vielen Dank für den Hinweis! Das war ein Fehler von uns.

      Nein es gibt keine Möglichkeit schon früher auf die deutsche Seite zu wechseln. Die Grenze befindet sich erst oben auf dem Grat.
      Ich habe dies im Bericht bereits geändert!

      Lieben Gruß

  4. Nur ein kleiner hinweis :

    In der nacht sollte man bis zur hütte sehr genau hinsehen , wo man hintritt. Ich hatte eine stelle, die nur 15cm breit war und genau dort brach ein stück boden , unter mir , weg.

    Und wenn man den stollen hinter sich gebracht hat und über die Felsen gelaufen ist, gibt es eine stelle, wo man an einen felsen nach links vorbei muß, auf der rechten seite ist ein geröllfeld vorhanden, daß man ja nicht versuchen sollte zu nehmen. Der felsen ist sozusagen der übergang zum finalen anstieg zur zugspitze. Versucht man unterhalb von ihm nach links einzuschwenken, gerät man leicht ins rutschen ( mir passiert, ich wäre beinahe abgestürzt ), also oberhalb diese felses gehen.
    Alles in allem ist es eine schöne tageswanderung.

  5. Hallo

    Wir wollen diese Tour zu dritt laufen – haben aber leider keine Ausrüstung dabei. Kann man die nötige Klettersteig-Ausrüstung in Lermoos oder Umgebung günstig ausleihen?

    Ist es realistisch die Tour an einem Tag hoch und wieder runter zu wandern?

    Vielen Dank und Grüße
    Timo

    • Hallo Timo,
      Also Ausrüstung bekommst du auf jeden Fall vor Ort. Zumindest in Garmisch-Partenkirchen wirst du da fündig werden. Wenn ihr öfters solche Touren gehen werdet wird es sich natürlich eher lohnen Ausrüstung zu kaufen. Für die eine Tour ist es wahrscheinlich sinnvoller zu leihen.

      Die Tour an einem Tag hoch un runter zu gehen ist ein Mammutprojekt. Vor allem wenn ihr nicht regelmäßig im Gebirge unterwegs seid.

      Natürlich kennt ihr euch selbst am besten. Aber vielleicht könnt ihr ja mit einer der Bahnen wieder runter fahren, und wenn es euch gefallen hat ein anderes Mal den Auf- und Abstieg wagen…

      Lieben Gruß!

  6. Hallo

    Hast du eine Empfehlung welche Wanderkarte sich für die Tour von Ehrwald am besten eignet und wo die erhältlich ist?

    Grüße

  7. Hallo,

    Kann man diese Strecke auch gut im Juni begehen, bzw. gibt es auf dem Weg Schneepassagen?

    Ist die Strecke auch für (sportliche) Hobbywanderer zu meistern?

    Gruß Benny

    • Hey Benny,
      also für sportliche Hobbywanderer ist diese Strecke auf jeden Fall geeignet.

      Im Juni dürfte der Weg meist schon frei sein. Allerdings ist das jedes Jahr anders. Deshalb ist es besser auf dieser Seite nach den Schneehöhen zu schauen und dann spontan zu entscheiden. Denn im Schnee ist die Tour natürlich um einiges riskanter…

      Mehr Infos findest du zu den Touren und deren Begehbarkeit sonst noch in unserem E-Book.

      Viel Erfolg auf jeden Fall!

  8. Hallo,

    vielen Dank, für diesen tollen Artikel.
    Ich möchte ende September auf die Zugspitze.
    Ich würde gerne wissen, ob ich unbedingt einen Bergführer nehmen muss, oder ob ich auch (mit Begleitung) selber den Berg besteigen darf?
    Also ist ein Bergführer Pflicht? Und muss ich für den Bergführer dann auch was bezahlen?
    Kostet der Aufstieg überhaupt etwas?

    Liebe Grüße

    Julia

    • Hey Julia
      Jeder kann auch alleine auf die Zugspitze gehen. Der Aufstieg ist kostenlos. Du musst dich selbst und deine Bergsteigerkenntnisse kennen. Wenn du unsicher oder unerfahren bist, solltest du auf einen Bergführer zurückgreifen. Das gibt dir Sicherheit und du lernst noch viel dazu. Natürlich musst du den Bergführer für seine Arbeit bezahlen… 🙂
      Viel Erfolg!

  9. Hallo wir haben ein paar Fragen zu dieser Route…

    Braucht man eine Sicherheitsausrüstung wie Gurte usw. Für diesen Weg?

    Da der Start in Österreich liegt und wir mit dem Auto dort Parken müssten, brauchen wir eine Vinette und kommen wir mit einer Bahn oder so wieder an den Startpunkt zurück?

    Vielen Dank für die Antwort ☺

    • Hallo Serena,
      diese Strecke ist bei gutem Wetter für sichere Bergsteiger auch gut ohne Sicherheitsausrüstung zu gehen. Wie in der Tour beschrieben, würde ich aber einen Steinschlaghelm trotzdem einpacken. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn kommst du auf jeden Fall wieder an dein Auto zurück.
      Viel Spaß!

  10. Hallo, wir sind non sonntag bis mittwoch in ehfeld. Mein mann würde gern über die gatterltour auf die zugspitze.
    Er ist sehr sportlich, läuft marathon, und möchte natürlich, dass ich ihn begleite. Leider bin ich aber ganz und gar nicht so fit. Ich weiss nicht wirklich, was da auf mich zukommt. Was meinst du dazu?

    Herzliche grüsse johanna
    Und vielen dank im voraus für deine rückantwort.

    • Hallo Johanna,
      also wichtig ist dass du dir die tour selbst zutraust. Wer nur aus Gefallen für andere ins Hochgebirge geht, kann sich selbst und andere schnell in Gefahr bringen. Die Tour ist nicht übermäßig schwer, verlangt aber Trittsicherheit. Wenn du die Strecke kräftemäßig nicht komplett schaffst könntest du das letzte Stück vom Zugspitzplatt auf den Gipfel noch mit der Bahn fahren.
      Gruß

  11. Hallo,

    die Tour klingt äußerst interessant. Ich möchte im Sommer auf die Zugspitze und suche eine zweite Strecke. Letztes Jahr sind wir über die Reintalangerhütte gegangen und wollen nun etwas Abwechslung. Leider sind wird nur Bergwanderer und haben keine Erfahrung mit Klettersteigen, Klettersteigsets oder Steinschlaghelmen. Kann man diese Ausrüstung ausleihen? Schafft ein normal trainerter Mensch den Aufstieg an einem Tag (zurück mit der Bahn) oder sollten wir uns lieber den Weg übers Gatterl vornehmen?

    Auf Grund deiner Erfahrungen, würden wir uns über einen Rat oder ein Einschätzung freuen.
    Schon mal vielen Dank und immer gute Fernsicht!

    Mit freundlichen Grüßen
    (noch ein) Andreas

    • Hallo Andreas,
      wie ich Aleksander Claussen im Verlauf schon in englisch geschrieben hatte kannst du auf folgenden Websites, oder auch in deren Niederlassungen Kletterausrüstung leihen:
      alpinschule-garmisch.de
      alpinsport-basis.de
      http://www.wn-alpin.de

      Die Tour über das Schneekar und den Stopselzieher ist die kürzeste und schnellste Möglichkeit auf die Zugspitze. Sie ist durch die Kletterpassagen etwas anspruchsvoller als die durch das Reintal, aber ist eigentlich gut zu meistern. Falls ihr es doch nicht an einem Tag schaffen solltet, könnt ihr auch auf der Wiener-Neustädter-Hütte übernachten.
      Lieben Gruß

    • hallo, das sollte kein problem sein , das war meine vierte wanderung überhaubt und die ging im fruhsommer sehr schön.

      Nur wirklich auf die markierungen achten, am steig kann man tatsächlich mal abweichen.

      Ich hatte 5 stunden gebraucht, wobei der anstieg von der letzten hütte, bis zum gipfel etwa 2 1/2 stunden brauchte, weil ich dort sehr vorsichtig gewesen binn.

      Eine übernachtung wäre danneher am gipfel ( münchner haus ) sinnvoll, dann gibt es schöene sonnen auf und untergänge.

      UNd dann kann man auch gleich noch durch das reintal wider zurückwandern, so hatte ich es gemacht, weil frost einsetzte und ich nicht noch am abend wider herunter konnte …. Ideal also um ca 6 – 7 uhr losgehen …

  12. Hello
    Thank you for this „summary“. I am not very good in Deutsch, but I did understand quite mutch. My family and I are hoping to climb the Zugspitze in july this summer. We are not at all known in the area, so I have a few questions.
    Do we need to wear climbing gear, like climbing harness, helmet and carabiners?
    Do you know where we can rent climbing gear?

    Thank you for answer
    Aleksander Claussen
    Norwegen

    • Hey Aleksander,
      On this tour, you have to be surefooted and you have to be free from giddiness. In the two via ferratas you need a helmet because of the rock fall. The needing of climbing gear depends of the weather. If you are going with childs we recommend you to go with a complete climbing gear. You can have a look to our site of equipment to have an idee what you will need.
      For rent climbing gears have a look at those sits:
      alpinschule-garmisch.de
      alpinsport-basis.de
      wn-alpin.de
      they are all in Garmisch-Partenkirchen.
      Have a nice trip!!

  13. Klingt nach einem guten weg nach unten 😀 das wird ne geile Tour!

    Naturstollen ? ist das eine Höhle oder ein Stollen vom Bergbau ?

    • Hey Andreas,
      danke für Deine Frage! Ein Naturstollen ist ein natürlich entstandener Stollen. Ein Felstunnel durch den der Steig führt. Als Höhle kann man es nicht bezeichnen da es ja kein unterirdischer Hohlraum ist, sondern eher eine Anhäufung von Felsen durch deren Hohlräume Du klettern kannst. Mit dem Bergbau hat das ganze nichts zu tun.
      Viel Spaß bei Deiner Tour!!

  14. Klingt nach einem guten und anstrengendem Weg. Aber wenn es nicht anstrengend ist, wird man auch nicht belohnt. Und von Deinen Bildern her zu urteilen ist die optische Belohnung grandios.

    Vielen Dank für diese Tour! Ist bereits in Planung.

    • Freut mich, dass Dir die Tour gefällt. Bei gutem Wetter wirst Du auf jeden Fall „optisch“ belohnt! 🙂 Da ist alle Anstrengung vergessen! Und man fühlt sich ja auch gut wenn man was für den Körper getan hat…
      Grüße!

    • Danke für die Seite! Du schreibst, bei gutem Wetter sei die Route über die Wiener-Neustädter Hütte ohne Klettersteigset begehbar. Und sie ist ähnlich attraktiv (Ausblicke, abwechslungsreich, …) wie die „Gatterl-Tour“, ja?
      Dann überlege ich gerade folgendes: Was für Wetter ist „gut genug“ für die Tour? Kann ich das kurzfristig entscheiden und dementsprechend als Plan A den Zustieg über die Wiener-Neustädter Hütte planen, aber am Vorabend oder Morgen als Plan B auf die Gatterl-Tour (ganz eventuell Reintal) ausweichen? (Für den Abstieg bin ich noch unentschieden, entweder Gatterl-Tour oder Reintal, ganz eventuell per Bahn.)

      Und: Ich komme leider frühestens um 7.29 Uhr in Ehrwald am Bahnhof an, vermutlich trampend frühestens 8 Uhr an den jeweiligen Einstiegen. (Hinweise für auto-lose Wanderer wären übrigens noch eine großartige Ergänzung der ansonsten schon sehr umfangreichen Seite!) Dann würde ich an der „vorletzten“ Hütte übernachten – oder ist das (mit Sicherheit ja sehr viel teurere) Münchner Haus so viel geeigneter??

      Und zuletzt: Wo kann man schon am Vorabend einen Schlaghelm in München mieten? Denn das noch am Morgen des Aufstiegs zu tun, finde ich ziemlich stressig, dann komme ich ja noch später auf den Berg…

      Danke im voraus!

      • PS: Oh, hatte erst hinterher den Teil zum Münchner Haus gelesen. Klingt so, als sei dort eine Übernachtung am Wochenende eh kaum möglich? Irgendwie auch schade, angesichts der Lage – denn stimmt, denn Sonnenauf- (oder -unter-)gang sieht man sonst ja nicht. (Und nein, ich suche keinen Luxus, und Frühaufstehen bin ich vom Bergsteigen gewöhnt.)

      • Hallo Anna,
        also aussichtsreich sind alle Touren.. 🙂
        Gutes Wetter bedeutet für de Aussicht natürlich wolkenfrei, für das begehen an sich regen und schneefrei… und auch dass an diesem Tag keine größeren Wolkenbrüche angesagt sind…

        Unter unserem Reiter „Hütten“ findest du Infos zu allen Hütten im Zugspitzgebiet. Hier findest du auch Infos zum Münchner Haus. Leider werden dort hauptsächlich Gäste beherbergt, die den Jubigrat gehen möchten. Also empfehle ich dir eher eine der anderen Hütten zu wählen…

        Wegen dem Helm mieten in München musst du mal im Internet nachschaun. Da bin ich momentan überfragt… 🙂
        Lieben Gruß

        • Danke für die Antwort!
          Genau, die momentane Wetterlage macht mir etwas Gedanken… Inwieweit sind die momentan fallenden cm Schnee für die kommenden Tage ein Problem für die beiden Ehrwald-Aufstiege? Braucht’s da Grödel, oder sind die Kletterpartien bei Schnee (oder auch Nässe, Du schreibst von „regenfrei“??) ohnehin zu riskant, rutschig, …?

          Und ich *überlege*, ob ich bei passendem Wetter einen Abstecher zum Schneefernerkopf mache. Auch da: Hast Du Erfahrung, ob’s da Probleme bei der Wetterlage für die Trittigkeit gibt? (Ich habe bisher nur mal größere Gletscher mit Steigeisen überquert… was man vermutlich nicht einfach auf kleinere, niedriger gelegene übertragen kann?)

          Danke,
          Anna

          • Hallo Anna,
            also der DAV rät laut dieser immer aktuell gehaltenen Website die nächsten Tage von einer Besteigung der Zugspitze ab.

            Mehr kann ich dir dazu leider auch nicht sagen. Letztenendes muss jeder Bergsteiger selbst entscheiden ob er einen Aufstieg wagt. Wenn du dir unsicher bist kannst du sonst aber auch einen Bergführer mitnehmen.

            Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg und ich hoffe du triffst eine gute Entscheidung!

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Ja, ich habe schon auf der FAQ Seite nach einer Antwort gesucht.