Tour 3: Der Weg durchs Höllental

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Bei dieser Tour handelt es sich um eine anspruchsvolle aber sehr abwechslungsreiche Strecke.

Diese Aufstiegsroute ist ein absoluter Klassiker unter den bergsteigerischen Unternehmungen.

Von vielen wird sie als „die schönste und spannendste alpine Tour“ bezeichnet. Nicht viele andere Wanderstrecken bieten so viele verschiedene Sensationen.

Allerdings wird auch einiges an Kondition gefordert.

Verlauf der Höllental-Tour auf die Zugspitze (für genaue Koordinaten siehe nachfolgende Wanderkarte)

Wird die Strecke an einem Tag absolviert summieren sich die Höhenmeter, die überwunden werden müssen, auf immerhin 2200 Meter.

Auch mit Übernachtung auf der Höllenanger Hütte sind ab dieser Pausenstation 1600 Höhenmeter zu überwinden.

Die wunderschöne Höllentalklamm bildet den Einstieg.

Aber das ist nur das erste der Highlights die diese Tour bietet. Auf trittsichere und schwindelfreie Bergsteiger warten noch zwei außergewöhnliche Streckenteile.

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Ausgangspunkt

Hammersbach
training
Anforderungen
Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Klettersteigerfahrung
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Schwierigkeitsgrad

B-C / I

Absicherung der Strecke

Gut

Dauer Aufstieg / Gesamthöhe

7:00 bis 8:00h
2200Hm
Dauer Abstieg
0.15min (Bergbahn)
klettertipps

Steighöhe /
Kletterzeit

1340m
5:00h

Ausrichtung

Nord

INSIDER-TIPPS

Deine Ausrüstung sollte auf jedenfall folgendes beinhalten: Komplette Klettersteig-Sicherheitsausrüstung (Brust- und Hüftgurt, Klettersteigset und Kletterhelm), Steigeisen oder Grödel, je nach Wetterlage auch vollständige Gletscherausrüstung (Pickel, Steigeisen und Sicherheitsausrüstung für Spaltenbergung)

Faszination Höllentalklamm

Diese Tour ist sehr beliebt.

Deshalb kommt es am Klettersteig-Einstieg fast immer zu Wartezeiten.

Ganz besonders natürlich in den Ferien oder am Wochenende.

Daher empfiehlt es sich, wenn möglich, diese Wanderung unter der Woche und ziemlich früh zu planen.

Wir sind um 5.00 Uhr losgegangen.

So wanderten wir die ersten Höhenmeter im Dunkeln. Aber noch bevor wir die Klamm erreichten war es schon hell.

Dann hast du einen großen Teil des Weges schon hinter dir bevor die Mittagssonne brütet und sich Unmengen an Wanderern auf den Wegen tummeln.

Einheimische starten die Tour sogar meist schon um 4.00 Uhr morgens.

Um diese Uhrzeit hast du garantiert keine Wartezeiten an den Steigen, außerdem sparst du dir vor den Öffnungszeiten den Eintritt an der Höllentalklamm.

Diese Tour zum Gipfel beginnt in Hammersbach.

Am großen Wanderparkplatz angekommen gehst du zurück zur Straße, wendest dich nach rechts und folgst der Straße bis zum Hammersbach.

Vor dem Bach zweigt nach rechts ein Waldweg zur Höllentalklamm ab.

Ab dort folgst du dem Bachverlauf durch den Stangenwald.

Alternativ kannst du auch den breiten Forstweg gehen, der auf der linken Seite des Baches zur Klamm führt.

Nach ca. einer Stunde kommst du an der Klammeingangshütte an.

Kurz vor der Klamm gibt es noch kostenpflichtige Toiletten – die letzten vor der Höllentalklamm.

Vor dir befindet sich ein fantastisches Naturwunder: Die „Wasserwelten“ der Höllentalklamm mit ihren tosenden Wasserfällen die sich durch die enge Schlucht wälzen.

Dunkle Stollen geben dieser Schlucht ihren märchenhaften Charakter.

Die Klamm ist nur in der schneefreien Jahreszeit geöffnet.

Je nach Wetterlage wird sie im Mai eröffnet und Ende Oktober wieder geschlossen. In der Öffnungszeit ist sie 24h zugänglich.

Preise

  • Erwachsene: 5,00 Euro  (außer man ist DAV-Mitglied, dann 2,00 Euro)
  • Kinder ab 7: 2,00 Euro (außer DAV, dann 1,00 Euro)
  • Gruppen ab 15 Personen: 3,00 Euro

Hier geht’s zur website der Höllentalklamm.

Jetzt geht’s entlang dem rauschenden Bach über gesicherte Wege und durch Stollen durch die eindrucksvolle Höllentalklamm.

Der Weg ist durch Treppen und Seile gut befestigt.

Die dunkelsten Ecken und Stollen der Klamm sind beleuchtet.

An verschiedenen Stellen regnet es das Wasser des Baches von den Wänden herunter. Deshalb immer gut aufpassen, dass die Kamera oder das Smartphone kein Wasser abbekommen!

Alternativ zur Höllentalklamm kannst du auch den den Stangensteig gehen (30 Minuten Mehraufwand).

Auf zur Höllentalangerhütte

Nach einer halben Stunde märchenhafte Dunkelheit und Enge kommst du nun wieder ans Tageslicht.

Über einen breiten und gut ausgebauten Weg kannst du im gemütlichen Spaziergang bis zur Höllentalangerhütte gelangen.

Von hier aus ist es dir möglich das erste Foto vom Gipfel der Zugspitze zu machen.

Die markanten Felsen im Vordergrund sind die Riffelköpfe.

Die Höllentalangerhütte (1381m) lädt zu einer kleinen Pause mit einer leichten Mahlzeit oder einer Erfrischung ein.

Der Höllentalanger zeigt sich mit einer atemberaubenden Bergkulisse.

An einem sonnigen Tag ist es ab hier spätestens ratsam Sonnencreme aufzutragen und die Mütze aufzusetzen.

Nach der Stärkung wird ein Bachbett über eine schmale Brücke überquert.

Weiter taleinwärts geht’s dann über einen etwas steileren Weg.

Und schon kommst du an die erste Kletterstelle.

„Brett“ und „Leiter“ Kletterpassagen mit Ausblick

Ab hier herrscht Steinschlaggefahr!

Ab jetzt ist es mehr als sinnvoll den Helm auf deinem Kopf zu platzieren.

Dann kann es auch schon losgehn.

Über Schrofen führt dich die Wegbezeichnung zur ersten Drahtseilsicherung. Dort gilt es ein Steilstufe zu überwinden.

Schon bald gelangst du dann zur „Leiter“. Das ist eine mit unzähligen Trittbügeln gesicherte Steilwand.

Sofern möglich, sollte beim Leitergehen guter Abstand von einem Bergsteiger zum nächsten gelassen werden.

Wenn es die Zeit erlaubt, sogar erst wenn der Vordermann die Leiter verlassen hat, nachsteigen.

Während des Kletterns solltest du nicht vergessen immer wieder kurz durchzuatmen und den eindrucksvollen Tiefblick auf die umliegenden Täler, Gipfel und den tiefblauen Eibsee zu genießen.

Aber bitte nicht während dem Gehen die Aussicht genießen das kann an dieser Stelle gefährlich werden.

Hast du die Leiter überwunden, geht’s im Zickzack weiter nach oben.

Bald müsstest du das „Brett“ erreichen.

Diese fast senkrechte Steilwand ist mit Trittstiften aus Metall gespickt. Beim Überschreiten ist ein genialer Blick nach unten möglich.

So kannst du direkt „unter“ dir die Schafe weiden sehen.

Es handelt sich bei diesen beiden Kletterpassagen um einen vorgelagerten Brett/Leiter-Klettersteig (K2/B).

Du passierst einige Stellen in denen leichtes freies Klettern gefordert wird. Unter Alpinisten ist dieser Steig sehr berühmt, macht aber trotzdem relativ wenig Schwierigkeiten.

Durchgehend durch Seile gesichert wirst du über den steilen unteren Talschluss des Höllentals geleitet.

Der Steig führt durch griffige Felsen und bietet mit dem “Brett” und der “Leiter” zwei ziemlich spektakuläre Einzelstellen.

Auch interessant für Alpin-Fotografen!

Dieser traditionsreiche Klettersteig hält schon Jahre lang Wind und Wetter stand.

Das Seil führt an fast allen Stellen durch Ösenanker und als Tritthilfen sind Stifte im Fels angebracht.

Die Seile werden außerdem sehr gut in Schuss gehalten. ACHTUNG: Bei ungünstigem Wetter kann der Steig glitschig und erdig sein!

Hast Du diese Passage hinter dir, folgt eine kleine Gehpassage, die dich zu einer schrofigen Rinne bringt.

Nach dem Durchklettern der Rinne ist erst mal Schluss mit Kraxeln.

Über Geröll zum Gletscher

Du befindest dich jetzt direkt unter den mächtigen Riffelköpfen die du von der Hütte aus gesehen hast.

Entlang vieler Serpentinen geht’s weiter aufwärts.

Schon bald gelangst du an den Fuß des Höllentalferners und vor dir bauen sich die riesigen Wände der Zugspitze auf.

An dem dortigen Kar angekommen geht’s über Geröll weiter.

Geröll bildet auch den Rest des Weges bis hinunter zum Fuß des Höllentalferners. Diese Strecke fordert einiges an Kondition und zieht sich ziemlich in die Länge.

Über den Höllentalferner

Am Gletscher angekommen kannst du, wenn mitgebracht, deine Steigeisen montieren.

Je nach Wetter ist der Gletscher und die Eisrinnenpassagen des Klettersteigs nicht ohne Grödel oder (Leicht-) Steigeisen begehbar.

Bitte beachte dabei unbedingt die Wetterangaben!

Aktuelle Angaben zu den Tourenverhältnissen findest du hier.

Der Weg führt in einem Bogen direkt über den Gletscher.

Gegen Ende geht’s nochmal etwas steiler aufwärts.

Im Vorbeigehen kannst du die unendlich tief scheinenden Gletscherspalten begutachten. Hier wird einem erst einmal die gewaltige Kraft eines Gletschers bewusst.

Der Höllental-Klettersteig

Bist du am Klettersteigeinstieg angekommen wirst du den rechten alten Einstieg sehen.

Dieser war im Herbst 2011 nicht mehr erreichbar.

Der neue Einstieg befindet sich etwas weiter links. Du erkennst ihn an einem herunterhängenden Drahtseil.

Als wir dort ankamen bildete sich dort am Einstieg bereits eine Menschenschlange die bis zur ersten Kehre auf dem Gletscher reichte.

Hier ist einiges an Geduld gefragt.

Zwischen dem Fels und dem Gletscher befindet sich eine Randkluft (der Einstieg des Klettersteigs).

Diese muss erst einmal bewältigt werden.

Der Schwierigkeitsgrad des Einstiegs hat sehr mit den aktuellen Schneeverhältnissen zu tun.

Vor allem im Spätsommer ist es problematisch, weil der Abstand zwischen Eis und Fels dann oft sehr breit wird und bei stark abgeschmolzener Eisdecke nur noch provisorisch gesichert ist.

Schneebrücken musst du unbedingt erst einmal auf Tragfähigkeit prüfen bevor du sie betrittst.

Der Klettersteig ist nur mittelschwer, aber sehr lang und durchgehend steil.

Über das locker herunterhängende Drahtseil kannst du dich nun nach oben hangeln. Diese Passage hat es ziemlich in sich und kann ganz schön kraftraubend sein.

Dieser Teil der Strecke ist die anspruchsvollste Stelle der ganzen Tour.

Hast du sie passiert bist du dem höchsten Berg Deutschlands schon wieder ein großes Stück näher (Schwierigkeitsgrad des Steigs: K3/C)

Für den nun folgenden Steig brauchst du einiges an Ausdauer.

1600 Höhenmeter zehren an der Kondition. Stetig ansteigend führt er durch die schmalen Pfade über den Fels bis hin zum Gipfel.

Was war der höchste Berg den Du bisher bezwungen hast?

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Das Drahtseil leitet dich über metallene Trittstifte, einen kleinen Überhang und kleine Bergpfade immer weiter gen Himmel.

Hast du die Irmerscharte erreicht, siehst du rechts von dir die Eibseeseilbahn.

Hinter dir im Tal liegt der Eibsee.

Wir haben hier eine kleine Pause mit Blick auf den See eingelegt. So konnten wir nochmals Kräfte sammeln für den lezten Teil.

Auf dem Weg zum Ostgrat liegt oft auch im Sommer noch etwas Schnee.

Bald triffst du auf den Abzweig zum Jubiläumsgrat. Von dieser Stelle aus wirst du das erste Mal das Zugspitzplatt und die Aussichtsplattform der Zugspitze in Sicht haben.

Überblick über die K3/C-Stellen im Höllental-Klettersteig

  • Die lockere Drahtseilbefestigung direkt hinter dem Einstieg
  • Die Schlüsselstelle (Überwindung einer senkrechten, trittlosen Felswand auf Eisenstiften. Besonders schwer für kleine Personen wegen den großen Abständen zwischen den Trittstiften)
  • Eine Felsrinne im mittleren Abschnitt (hier gibt es oft vereiste Seilsicherungen)
  • Kurz unterhalb des Gipfels eine Eisrinne die überwunden werden muss (oft nur mit Eispickel und Steigeisen möglich)

Auf dem höchsten Punkt Deutschlands angekommen gilt es erst einmal die Aussicht zu genießen.

Zur Aussichtsplattform und zum Münchner Haus gelangst du über einen viel begangenen kleinen Bergpfad.

Abstieg:

Die beste Alternative ist die Fahrt mit der Bayerischen Zugspitzbahn zurück nach Hammersbach.

Mit diesem Aufstieg hast du auch schon einiges geleistet. Da dürfen sich die Knie etwas ausruhen.

Wir hatten uns auch für diese Variante entschieden.

Für unermüdliche Wanderer ist der Abstieg über den Westgrat-Klettersteig (Stopselzieher / Tour 3) zu empfehlen, wahlweise zum Eibsee oder zur Talstation der Tiroler Zugspitzbahn.

Fazit

Die Strecke durch das Höllental steckt voller Überraschungen.

Wenn du die Abwechslung liebst und trittsicher und schwindelfrei bist, ist diese Tour genau richtig für dich.

Sie beginnt mit der märchenhaften Höllentalklamm, führt dich über die Leiter und das Brett und über den Höllentalferner bis zum Gipfel.

Wenn du eine vergleichbare Altenativstrecke suchst kannst du einmal nach der Strecke durch den Stopselzieher schauen.

Eine leichtere Strecke führt durch die Partnachklamm.

Noch mehr Hilfen für eine gelungene Tour zeigen wir dir in unserem E-Book „In 7 Schritten auf die Zugspitze“.

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36 Gedanken zu “Tour 3: Der Weg durchs Höllental

  1. Hallo,

    erstmal vielen Dank für die guten Tipps und die super Beschreibung. Ich habe das Gefühl das ich bestens informiert bin.
    Zur Tour 3 „durchs Höllental“ habe ich noch eine Frage:
    „Wie groß ist das Eisfeld am Ende?“
    (Ich plane eine Tour im Oktober)
    „Ich habe keine Erfahrung mit Steigeisen, Eispickel und Gletscherüberquerung.
    Ist die Tour dennoch zu empfehlen?“
    Ich habe bereits mehrere Gipfel im 2.000 bis 3.240 m erklommen.
    Konditionell traue ich mir die Tour definitiv zu.

    • Hey Andre,
      danke für dein Lob.

      Gut dass du dir so viele Gedanken über die Planung deiner Tour machst.

      Ich denke mit Eisfeld meinst du den Höllentalferner? Die Größe und Begehbarkeit hängt sehr von den Wetterbedingungen ab. Schau dir am besten einmal die Hinweise zum aktuellen Wetter und zur größe der Randkluft an.

      An sich würde ich niemandem empfehlen das erste Mal allein einen Gletscher zu überqueren. Das kann bei optimalem Wetter überhaupt kein Problem sein. Bei ungünstigen Bedingungen aber auch lebensgefährlich werden.

      Kannst du dir nicht noch jemanden mit mehr Erfahrung mitnehmen? Ansonsten ist natürlich auch ein Bergführer eine gute Alternative…

      Ich hoffe dir damit etwas weiter geholfen zu haben.
      Gruß

      • Hallo Andre
        ich war vor einigen Tagen oben und ich vermute du meinst die Eisrinne direkt unterhalb des Gipfels. Wir hatten hier schon mit einigen Vereisungen zu kämpfen, sind dort zwar ohne Steigeisen durch, war aber schon grenzwertig. Grundätzlich würde ich zu der von dir angedachten Jahreszeit schon raten etwas Steigeisenerfahrung mitzubringen. Ende Oktober kann in meinen Augen schon ziemlich spät sein, je nach Bedingungen können da auch die Steige vereist sein. Wir hatten zum Beispiel am Folgetag 30cm Neuschnee und das war Ende September. Unter diesen Bedingungen wären wohl nur Spitzenalpinisten durch die Wand gegangen. Zum Gletscher: Auch hier hängt es von den Bedingungen ab, aber grundlegende Erfahrung sollte man schon haben. Wenn Schnee liegt siehst du möglicherweise die Spalten entlang des Weges nicht und schon bist du weg. Wenn der Gletscher aper (also blank ist) kommst du möglicherweise kaum vorwärts.

  2. Hallo!
    Kann man denn nach durchquerter höllentalklamm nochmal auf eine Bahn umsteigen um auf die Zugspitze zu kommen? Oder geht das von dort aus nur zu Fuß?

    Vielen Dank, Claudia

    • Hallo Claudia,
      nein, von dort aus gibt es keine Bahn auf den Gipfel.

      Diese Möglichkeit hast du allerdings bei Tour 2 „Gatterl – Tour“.
      Bei dieser Strecke kommst du auf dem Weg über das Zugspitzplatt und kannst mit der Gletscherbahn bis hinauf zum Gipfel fahren.

      Hoffe diese Infos hilft dir bei der Planung weiter.

      Gruß und viel Erfolg!

  3. Hallo,
    Wir planen unseren Aufstieg in 3 Wochen. Ist ja leider schon Ferienzeit. Wir hatten am Freitag früh 5:00 Uhr gedacht. Gibt es Wochentage an denen bekanntlich wenig los ist?

    Hab neulich ein Video gesehen von einem Aufstieg an einem Donnerstag. Obwohl der Kollege um 4:00 Uhr los ist war auf gut deutsch gesagt die Hölle los ab der randkluft.

    Danke.

    • Hallo Holger,
      ja leider ist die Randkluft so ein Nadelör an dem sich oft alles staut…
      Ja also Wochentags ist meist etwas weniger los. Aber in der Ferienzeit und bei gutem Wetter wird das keinen allzu großen Unterschied machen…

      Mit 5.00 Uhr werdet ihr aber vor dem allergrößten Ansturm durch sein. Wenn ihr noch weniger Leute an der Randkluft sehen wollt, würde ich euch 04.00 Uhr Startzeit anraten…
      Gruß und viel Spaß!!

  4. Ich habe jetzt wirklich lange gesucht, aber scheinbar gibt es keine öffentliche Verbindung wenn man über das Höllental aufsteigen möchte und über den Stopselzieher absteigt (augenommen der Gästebus Bayern-Tirol der aber nur für Hotelgäste ist). Sehr schade eigentlich…

  5. Hallo lieber Bergfreund,

    wir bereiten gerade die Tour über den Höllentalsteig zur Zugspitze vor und hätten gern mal deine Einschätzung gehört, ob Mitte Juni dafür noch zu riskant ist ? Sicher brauch man noch entsprechende Ausrüstung für Schnee und Eis, aber wie steht es um die Gewittergefahr?
    Der Übertritt an der Randkluft dürte da ja noch unproblematisch sein, oder?
    Danke für Deine Hinweise.

    Viele Grüße aus der Sächsischen Schweiz
    Volkmar Witschel und friends

    • Hallo Volkmar,
      Mitte Juni ist das eigentlich schon machbar. Das ist natürlich von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Ich würde mich nach den Schneehöhen erkundigen und kurz vorher genau die Wettervorhersage analysieren. Sollte Regen oder Gewitter angesagt sein würde ich keine Risiken eingehen.
      Über die aktuelle Lage an der Randkluft informiert der DAV auf seiner Website. Alle Infos und Links dazu findest du in unseren „häufig gestellten Fragen“.
      Hoffe dir damit weiter geholfen zu haben…
      Gruß

    • Hallo Nicolas
      Schade dass ihr nichts gesehen habt. Aber vielleicht gehts ja mal wieder auf die Zugspitze… 😉
      Vielen Dank für das Angebot. Mal schaun ob wir eines der Videos einsetzen können…
      Lieben Gruß!

  6. Hallo Ihr Zwei,
    schöne Seite. Könnt Ihr uns aktuelle Informationen zur Randkluft und Eisrinne per August 2017 geben? Wir überlegen Ende Septembe die Tour zu gehen. Danke Oliver

  7. Hallo,
    eine tolle Beschreibung. Wir wollen an diesem Wochenende diesen Tour machen. Eine Übernachtung in der Hütte ist auch vorgesehen. Eine Frage noch. Wie ist aktuell die Lage der Randkluft? Ist der Abstand groß oder ohne weiteres machbar?
    Vielen Dank für die Info,

    Gruß Geli

    • Hi Marco,

      die Rute ist sehr knackig und erfordert Erfahrung. Wenn du keine Klettererfahrung hast dann empfehlen wir dir diese Tour auf keinen Fall. Entscheide dich entweder für einen Bergführer oder für eine andere Route. Das ist wirklich zu riskant…

  8. Servus,
    das hört sich alles perfekt und auch recht anspruchsvoll an. Auf jeden Fall sehr gut beschrieben!
    Eine Frage hätte ich allerdings noch: Wie komme ich am schlausten wieder zum Ausgangspunkt zurück, da ja gerade die Bergbahn erneuert wird.

    Danke und Gruß,
    Volker

  9. Hallo,

    danke für die vielen Infos!

    Zwei Freund und ich wollen im August diese Tour machen.

    Wo bieten sich Übernachtungsmöglichkeiten? Wir haben insgesamt drei Tage zur Verfügung.

    Sind drei Tage zu viel? Oder ließe sich die Tour schön auf diese 3 Tage aufteilen? Wenn ja, wo kann man übernachten auf der Strecke? Muss man ggf. in den Hütten reservieren?

    Vielen Dank!

    • Hallo Max,
      also übernachten kannst du auf dieser Tour in der Höllentalangerhütte. Du kannst hier vorreservieren, musst aber nicht. Mit einer Übernachtung hier kannst du dir viel Zeit beim Besuch der Höllentalklamm lassen.
      Danach gibt es auf dieser Strecke allerdings keine weiteren Übernachtungsmöglichkeiten außer direkt auf dem Gipfel (Bei den Übernachtungsplätzen in der Hütte auf dem Gipfel werden Bergsteiger die am nächsten Tag den Jubiläumsgrat machen möchten bevorzugt…)
      Ich hoffe diese Infos helfen dir weiter.
      Eine Möglichkeit mit einer Übernachtung mehr in der Mitte der Strecke wäre Beispielsweise Tour 4.
      Gruß

  10. habe diese Tour schon dreimal gemacht. im Abstand von ca. 7 Jahren, war jedesmal ein Erlebnis.
    Werde nun 68 Jahre und will es nochmal wagen. Einfach eine tolles Erlebnis.
    Habe jedes mal die kommpette Überschreitung bis zur Reintalangerhütte gemacht, gehzeit 13 Std. Werde nun in meinem Alter ein bis zwei Stunden länger brauchen.

    Berg Heil, Fritz.

  11. Liebe Anja und lieber Samuel,

    vielen Dank für die Beschreibung und die Tipps. Man merkt einfach, dass ihr diese Tour selbst begangen seid. Die Tipps sind 1A! Ich habe übrigens das ebook gekauft und es war für unsere Tour genau das richtige. Einige Stellen waren zwar echt heikel, aber durch die Vorbereitungs-Tipps aus eurem Buch haben wir alles sicher geschafft.

    Grüße

  12. Hallo Samuel,
    die Tour ist gut und ausführlich beschrieben, auch die Schlüsselstellen wie Randkluft und Klettersteig kommen ausreichend zur Geltung.
    Diese Tour wird mir -vor 15 Jahren und letztmals vor drei Jahren bei besten Wetterbedingungen begangen- unvergesslich bleiben.

  13. Hey Samuel, ich und ein Freund wollen eine 2 Tägige Wanderung auf die Zugspitze machen. Dies aber erst im nächsten Frühjahr. Ich habe mir alle 5 aufstiege von dir durchgelesen und bin mir unsicher welche die beste wäre. Wir sind beide sehr ausdauernde Läufer und versuchen immer so ein kleines bisschen etwas neues zu erfahren und uns unserer Leistungsgrenze zu nähern (sind dieses Jahr z.b. 80km in unter 2 Tagen in flachem Gelände gelaufen). Allerdings sind wir beide keine Erfahrenen Wanderer und dies wäre die erste Wanderung nur zu zweit. Deswegen wollte ich fragen, wie schwer die Orientierung (mit Karte natürlich) auf den Wegen ist. Wir haben beide auch mittelmäßige Erfahrung im Klettern und haben auch Klettergurte, allerdings haben wir keine Ausrüstung für den Gletscher. Zudem haben wir noch einen „Sonderwunsch“. Wir würden liebend gerne im freien übernachten. Ich habe mich natürlich auch schon schlau gemacht und heraus gefunden, dass wir damit nicht die ersten mit der Idee sind und man bei Aufstieg 1 bei ca. 2000m Flächen findet auf denen man übernachten kann. Ich tendiere derzeit auch eher zur ersten Tour, da diese wohl am Einsteiger freundlichsten ist und wir trotz dem lange unterwegs sind und auf unsere Kosten kommen. Mit der Ausnahme, dass wir leider nicht zum klettern kommen;-).
    Was schlägst du als erfahrener Wanderer uns vor?
    Ps: Super Bericht der Wege, man bekommt direkt wieder wanderslust;-D

    • Hallo Christian,
      hört sich spannend an was ihr da so geplant habt! Ja also wenn es euch hauptsächlich ums laufen geht liegst du mit Tour 1 auf der richtigen Seite. Es ist soweit ich weiß auch möglich auf dem Zugspitzplateau mit Zelt zu übernachten. Das müsstet ihr aber vlt vorher nochmals abklären…
      Wenn ihr dann nämlich trotzdem noch klettern wollt könntet ihr Tour 2 oder 4 machen und dann auf dem Plaeau übernachten.
      Viel Erfolg euch!

  14. Vielen Dank für die Bereitstellung so wichtiger Informationen, wenn man auf die Zugspitze zu Fuss will. Wirklich tolle und interessante Seite und ich werde alles mit Sicherheit noch einmal gut durchlesen, bevor ich meine Tour auf die Zugspitze machen werde. Als Flachländer mit allerdings schon ausreichender Klettersteigerfahrung ist mein Plan erst einmal mit den leichteren Klettersteigtouren zu beginnen, z.B. Stopselzieher, um mich dann eventuell auch an die Höllentalroute zu wagen.
    Da ich die Touren allein gehen werde, bewegt mich bei der Höllentalroute hauptsächlich die Frage, wie sicher die Querung des Höllentalferner ist, wenn man alleine geht, d.h. keine Absicherung durch Anseilung in der Gruppe möglich ist. Leider gab es vor wenigen Tagen ja einen tragischen Unfall dort, wo jemand in eine Gletscherspalte gestürzt ist.
    Vielleicht könntet Ihr in einer Antort zu meinem Kommentar eine kurze Einschätzung der Risiken geben.
    Vielen Dank und Grüsse,
    Alfred

    • Hallo Alfred,
      allein schon dass du dich auf die Tour vorbereitest ist sehr gut und wichtig. Wenn du weißt, wie du beim Ausrutschen reagieren musst und die richtige Ausrüstung mitbringst bist du schon einmal gut vorbereitet. Achte dann noch darauf dass das Wetter mitspielt. Hat es schon lange nicht mehr geschneit ist das Eis des Gletschers blank und kann nur mit Steigeisen begangen werden. Das Risiko auszurutschen ist dementsprechend höher. Wenn du dir sehr unsicher bist gehe am besten mit einem Bergführer.
      Viel Erfolg!

  15. Sehr informativ und lesenswert.Die Höllentour ist das richtige für mich. Glaube in meinem nächsten Sommerurlaub werde ich dir Tour machen.

    Gruss
    Thomas

    • Hallo Thomas,

      danke. Ich hoffe du hast den Kommentar nicht nur wegen deinem Link hinterlassen. 😉 Ich geh mal nicht davon aus. Schöne Tour dir!

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Ja, ich habe schon auf der FAQ Seite nach einer Antwort gesucht.