Sicher auf die Zugspitze – 10 Tipps

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Der Traum von der Zugspitzbesteigung soll endlich wahr werden?

Wir geben dir hier ein paar wichtige Tipps, damit auch alles glatt läuft.

Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen. Das heißt, noch vor dem Drang den Gipfel zu stürmen oder die eigenen Grenzen zu erforschen.

Dieses Thema liegt uns sehr am Herzen, weil die Zugspitze leider oft unterschätzt wird. Immer wieder müssen Bergsteiger an der Zugspitze geborgen werden, oder verunglücken sogar.

Worauf kommt es an?

1 Routenplanung

Plane deine Route passend zu deiner Ausdauer, und bergsteigerischem Können. Bevor du startest, sollte dir der Streckenverlauf klar sein.

Hier alle Touren die auf den Zugspitzgipfel führen:

2 Schlüsselstellen

Jede Route hat ihre Schlüsselstellen, also Abschnitte in denen mehr vom Bergsteiger abverlangt wird. Du solltest diese Stellen kennen und eine Taktik haben, sie zu überwinden. So kannst du „bösen Überraschungen“ zuvorkommen.

3 Alternativen

Es kann vorkommen, dass die Realität doch ganz anders aussieht als man es sich vorgestellt hat. Für diesen Fall solltest du immer eine Alternative haben. Überlege, zum Beispiel, wo die letzte Möglichkeit ist umzukehren.

4 Wetter

Informiere sich gründlich über die Wettervorhersage. Wenn am Tag der Tour kein passendes Wetter ist, verschiebe das Unternehmen. Es lohnt sich nicht solch ein Risiko einzugehen.

Immer aktuell gehaltene Wetter-Informationen findest du hier:

5 Gruppe

In deiner Bergkameraden-Gruppe muss klar geregelt sein, wer die Entscheidungen trifft. Alle die dabei sind, müssen über die Strecke und das notwendige Verhalten informiert sein.

Als Gruppenleiter bist du verantwortlich dafür, dass deine Gruppe gesund und fit für die Tour ist.

6 Pausen

Pausen müssen einkalkuliert werden, damit die Sicherheit der Gruppe gewährleistet ist. Geh bei der Kalkulierung vom schwächsten Mitglied aus.

7 Rückkehr

Auch an die Rückkehr muss gedacht werden. Achte darauf, wann es dunkel wird und rechne genug Zeit ein um vor Einbruch der Dunkelheit zurück zu sein.

Wenn du eine Rückfahrt mit einer der Bergbahnen planst, sollten dir die aktuellen Fahrzeiten bekannt sein.

8 Ausrüstung

Alle die mit dir die Tour gehen, benötigen für die Strecke passende Ausrüstung. Weitere Infos über Kleidung, Verpflegung und Sicherheitsausrüstung findest du in diesem Beitrag.

9 Notfallpersonen

Im Hochgebirge ist es üblich sich auf den Hütten ins Hüttenbuch einzutragen. Dadurch kann im nachhinein festgestellt werden, wer, wann, wo unterwegs ist.

Auch wenn du keine Hüttentour machst, solltest du jemanden informieren, dass du im alpinen Gelände unterwegs bist. Das kann jemand aus deiner Familie oder Freude sein, oder auch ein Hüttenwirt. Die Person sollte darüber informiert sein, welche Route du gehst und wann du ungefähr wieder zurück bist, oder dich melden wirst.

So kannst du sicher sein, dass jemand nach dir sucht, wenn etwas passieren sollte.

Solltest du deine Pläne unterwegs ändern, oder aus irgendwelchen Gründen doch länger brauchen, ist es natürlich nötig diese Person zu informieren. Sonst könnte eine unnötige und Suchaktion ausgelöst werden.

10 Bergführer

Solltest du dir unsicher sein, oder Hilfe bei der Planung deiner Touren benötigen, solltest du dich mit einem der staatlich geprüften Bergführern in Kontakt setzen. Hier findest du Bergführer für die jeweiligen Touren:

Geführte Touren: Tour 1 ReintalTour 3 HöllentalTour 4 StopselzieherTour 5 JubiläumsgratTour 6 EisenzeitTour auf die Alpspitze

Kletterkurse: Klettersteig Ausbildungkurs,  Grundkurs Alpinklettern

Zusätzlich zu den Informationen auf der Website bieten wir dir einen eigenen Wanderführer für die Zugspitze (184 Seiten) an. Wenn du Fragen hast, zögere nicht, dich bei uns zu melden!

Fazit

Wer sich im Zugspitzgebiet bewegt, befindet sich in hochalpinem Terrain. Durch ihre Bekanntheit wird die Zugspitze oft unterschätzt. Dadurch kommt es zu Notlagen und Unfällen.

Richtige Ausrüstung und gute Vorbereitung können dir allerdings ein schönes und gleichzeitig sicheres Bergabenteuer ermöglichen.

Lerne deshalb deine Strecke und Bergkameraden gut kennen und kalkuliere mögliche Risiken ein. Suche dir passendes Wetter und die richtige Ausrüstung und informiere jemanden über dein Vorhaben.

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Ja, ich habe schon auf der FAQ Seite nach einer Antwort gesucht.