Von Ehrwald auf die Zugspitze

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Ehrwald ist eine kleine Gemeinde am Fuße der Zugspitze. Ursprünglich arbeiteten die meisten Einwohner im Bergbau. Schon sehr früh wurde der kleine Ort von den Touristen entdeckt. Sowohl im Sommer als auch im Winter ist der Ort deshalb gut besucht.

Ehrwald liegt der Zugspitze am nächsten. Wie kommst du von dort auf Deutschlands Höchsten? Was gibt es interessantes in Ehrwald? Welche Bergbahnen befinden sich dort? Wir haben uns einmal umgesehen…

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Ehrwald mit dem Wettersteinmassiv im Hintergrund

Wanderwege von Ehrwald auf die Zugspitze

Einen großen Tourismus-Schub gab Ehrwald die Tiroler Zugspitzbahn, die 1926 eröffnet und 1991 neu gebaut wurde. Diese führt von Ehrwald (Stadtteil Obermoos) aus, direkt auf den höchsten Punkt Deutschlands.

Von der Talstation der Tiroler Zugspitzbahn startet die Tour über das österreichische Schneekar und den Stopselzieher (Tour 4), auf die Zugspitze.

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Ortsmitte von Ehrwald

Diese Route führt dich durch den berühmten Naturstollen „Stopselzieher“. Durch diesen Stollen gelangst du über einen Steig. Die Strecke ist für geübte Bergsteiger leicht zu gehen. Anfänger sollten sich eher an andere Touren halten.

Die Ehrwalder Almbahn bringt dich von Ehrwald bis hinauf zur Ehrwalder Alm. Dort gibt es unzählige Möglichkeiten zum Wandern, Biken, Skifahren und Rodeln. Von hier aus kannst du auch die „Gatterl-Tour“ (Tour 2) auf die Zugspitze gehen.

Diese Tour kannst du entweder direkt von der Talstation aus beginnen oder gemütlich die ersten Höhenmeter mit der Ehrwalder Almbahn zurücklegen. Die „Gatterl“-Tour hat keine schwierigen Kletterpassagen. Diese Strecke ist auch für Anfänger gut zu gehen.

Direkt im Ortszentrum starten auch die Wettersteinbahnen. Dort findest du im Winter Schlepp- und Sessellifte. Im Vergleich zu dem Schigebiet der Ehrwalder Alm ist dieses Gebiet zwar kleiner, aber in der Hochsaison dafür eher ein Geheimtipp.

Ehrwalder Becken – das solltest Du wissen!

In der Nähe von Ehrwald wurde ein 28,6 ha großer Bereich 1991 unter Naturschutz gestellt. Dieses „Ehrwalder Becken“ beinhaltet das Moorgebiet „Lermooser Moos“. Teile davon wurden trockengelegt. Dort findest du Pflanzenarten wie Orchideen, Schwertlilien und die Mehl-Primel. Auch sehr viele Moosarten sind hier noch zu finden.

Das Naturschutzgebiet erhält auch den Lebensraum für 126 Schmetterlingsarten und 51 Vogelarten. Viele davon sind gefährdete Arten.

Wie entstand diese Sumpflandschaft? Durch das Ehrwalder Becken fließt die heute begradigte Loisach. Früher mündete diese wahrscheinlich in den Inn. Doch durch einen riesigen Bergsturz wurde dieser Abfluss versperrt.

Dadurch füllte sich das Ehrwalder Becken und bildete einen See. Etwas später verschaffte sich das Wasser wieder einen Abfluss ins Werdefelser Becken. So hinterblieb nur noch das Moor.

Die Römer bauten ihre Via Claudia Augusta („Prügelstraße“) quer durch das Moor. Die damaligen Konstruktuere verlegten tausende von Baumstämmen schwimmend im Moorboden und schütteten Schotter darüber. Durch das Moor konserviert, konnten Teile davon später entdeckt werden.

Erzherzog Ferdinand II. wollte das Becken wieder zu einem See aufstauen. Dadurch würde der sogenannte Tummebichl ca. 30 m herausragen. Darauf wollte er dann ein Lustschloss errichten. Das akzeptierten allerdings die Gemeinden nicht.

Im 19. Jahrhundert wurde das Moor durch Bewässerungsgraben teilweise trockengelegt. So kann es landwirtschaftlich besser genutzt werden.

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Blick über das Ehrwalder Becken

Fazit

Von Ehrwald aus hast du also die Möglichkeit mit der Bahn oder durch den Stopselzieher auf die Zugspitze zu gelangen. Auch im Winter ist das Gebiet um Ehrwald ein schönes Ausflugsziel. Und im Ehrwalder Becken kommen auch Pflanzenliebhaber auf ihre Kosten. Wir hoffen dass wir dir mit diesen Informationen weiterhelfen konnten und wünschen Dir eine schöne Tour auf die Zugspitze.