Bergführer Zugspitze [Hinweise & Tipps]

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Du willst auf die Zugspitze, aber mit einem Bergführer? Je nach Tour ist das eine wichtige Entscheidung. Anders ausgedrückt: Es kann über LEBEN und TOD entscheiden.

Im ERNST?

Sagen wir es so: es gibt Touren da solltest du unbedingt einen Bergführer engagieren. Andere Touren kannst du ohne Bergführer durchführen.

Welche?

Was du über DICH + die Zugspitze wissen musst

Die Zugspitze zieht jährlich tausende von Touristen an. Auch wenn die Zugspitze nicht der höchste Berg Europas ist, ist sie Jahr für Jahr ein Magnet für viele Bergsteiger.

Die Besteigung der Zugspitze hat einen speziellen Reiz. Wenn du einmal oben warst, kannst du sagen: „Ich war auf der Zugspitze“ oder „Ich war auf Deutschlands Höchstem Punkt“. Das ist schon etwas besonderes. Das können wir nur bestätigen.

Unter allen Umständen ist es wichtig die allgemeinen Verhaltensweisen für Bergsteiger und Wanderer umzusetzen. Beispielsweise: verlasse niemals gekennzeichnete Wege, geh nur bei gutem Wetter auf die Zugspitze und so weiter.

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Bergführer: A. Klotz & J. Frey

Zum anderen ist es enorm wichtig DICH SELBST zu kennen. Wie ist deine körperliche Verfassung? Gehst du regelmäßig Bergsteigen? Wie sieht deine Kondition aus? Kannst du Karten lesen? Wie würdest du reagieren, wenn auf einmal schlechtes Wetter aufzieht?

Das sind wichtige Fragen. Erst wenn du dich selbst kennst, kannst du die nächsten Entscheidungen treffen. Nämlich:

Welche Tour eignet sich OHNE Bergführer?

Wenn du einigermaßen fit bist und eine solide Kondition hast, dann eignen sich die Touren durch die Partnachklamm oder die Tour durch Österreich.

Das heißt nicht, dass jeder jede Strecke auf die Zugspitze gehen kann. Eine Tour durch die Partnachklamm dauert immerhin ca. 11 Stunden. Die Partnachklamm beinhaltet auch einen Klettersteig. Dieser ist zwar nicht sehr anspruchsvoll, aber man muss dafür gerüstet sein.

Bist du das? Dann kannst du die Zugspitze auch ohne Bergsteiger erklimmen.

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Die Zugspitze kann man auch Ohne Bergführer besteigen. Aber…

Wir empfehlen dir vorher unsere detallierten Tourbeschreibungen in Ruhe durchzulesen. Dann kannst du selbst entscheiden, was für dich geeignet ist:

Hinweis: Wir übernehmen keine Verantwortung deine Touren. Die erwähnten Touren-Hinweise sind rein persönliche Meinungen. Du musst für dich entscheiden, was DU kannst. Zweifelst du an deinen Fähigkeiten, dann empfehlen wir dir auf jeden Fall einen zertifizierten Bergsteiger zu buchen.

Welche Tour eignet sich MIT Bergführer?

Wir hatten schon über den Jubiläumsgrat ausführlich berichtet. Diese Tour solltest du als Frischling auf keinen Fall alleine gehen. Wir empfehlen unter allen Umständen einen zertifizierten Bergführer.

Die Tour durch das Höllental kannst du auch mit einem Bergsteiger erklimmen. Wie schon erwähnt hängt es ganz von deinen Fähigkeiten & Erfahrungen ab.

Wir möchten an dieser Stelle nochmals betonen: Wandern und Bergsteigen ist wunderschön, darf aber auch nicht unterschätzt werden.

Hast du gewusst? Jedes Jahr sterben Menschen an der Zugspitze. Warum? Selbstüberschätzung ist Hauptgrund Nr. 1. Wenn du dir unsicher bist, solltest du auf jeden Fall einen Bergführer buchen.

Was kostet ein Bergführer?

Das kommt ganz auf die Tour an. Ein Bergführer der dich über den Jubiläumsgrat führt wird ca. 500 Euro kosten. Die Kosten für einen Bergführer der dich durch die Partnachklamm begleitet liegen bei ca. 100-160 Euro. Eine Tour durch das Höllental kostet zwischen 90 und 125 Euro.

Außerdem hängen die Kosten auch noch von der Tourdauer ab. Mehrtägige Touren sind natürlich teurer als ein Tagestrip. Viele Bergführer bieten auch Gruppen-Rabatte an. Es lohnt sich also vorher gut zu überlegen:

  • Welche Tour möchtest du gehen?
  • Wie lange willst du unterwegs sein?
  • Reist du in der Gruppe an?

Zusatzkosten: Bei der Buchung eines Bergführers solltest du unbedingt auf die Zusatzkosten achten. Zum Beispiel: die Talfahrt, das Essen in den Gaststätten, Übernachtungen (Mehrtagestouren), Eintrittspreise (z.b. Höllentalklamm) und natürlich die Ausrüstung die du benötigst. All das ist standardmäßig nicht in die Bergführerkosten inbegriffen.

Interessante Fakten zu deutschen Bergführern

1968 wurde in Deutschland der Verband für deutsche Berg- und Skiführer (VDBS) gegründet. Einer der ersten offiziellen Bergführer war Johann Grill. Solche Verbände gibt es auch in der Schweiz und Österreich.

Die Ausbildung zum Bergführer ist sehr umfangreich und erfordert sehr viel KnowHow. Solche Bergführer wissen worauf es ankommt.

Fazit

Es ist unheimlich wichtig sich selbst zu kennen. Die Zugspitze ist ein machbares Ziel für viele Wanderer und Bergsteiger. Einige Touren sind jedoch sehr anspruchsvoll und müssen gut geplant werden. Falls du dir unsicher bist, aber trotzdem die Zugspitze besteigen möchtest: Buche einen Bergführer!

Bildnachweis: Eigenes, Bergführer © by wikimedia.

3 Gedanken zu “Bergführer Zugspitze [Hinweise & Tipps]

  1. Das kostet zwischen 90 und 500 Euro? Das ist nicht so schlecht. Ich kann mir gut vorstellen, dass wenn viele Leute die Kosten teilen, es ist nicht so teuer. VG

  2. Hallo, Mitte Oktober möchte ich auf die Zugspitze wandern, ich bin allein, suche Anschluss an eine Wandergruppe oder einen Bergführer. Möchte gerne in einer Hütte übernachten. Danke für Tipps…

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