Auf die Zugspitze wandern in der Corona Krise

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Viele hatten geplant das Frühjahr im Zugspitz-Gebiet zu verbringen. Jetzt, wegen COVID-19 wurde vielen ein Strich durch den Urlaub gemacht. Was für Empfehlungen gibt es für geplante Touren auf die Zugspitze?

Die Bayerische Zugspitzbahn/Bergbahn AG hatte den Betrieb sämtlicher Bahnen vorübergehend komplett eingestellt. Damit folgte das Gebiet „Garmisch-Classic“ der behördlichen Anordnung der Bayerischen Staatsregierung vom 16. März 2020.

Seit dem 30. Mai 2020 fahren die Bergbahnen im Zugspitzgebiet allerdings wieder. Es wurde ein Hygienekonzept für die Zeit während Corona aufgestellt. Die gültigen Regeln orientieren sich an den Empfehlungen des „Verbandes Deutscher Seilbahnen“ und entspricht auch den Vorgaben des Bayrischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr.

Einige größere geplante Veranstaltungen mussten allerdings ins nächste Jahr verschoben, oder ganz abgesagt werden.

Für den Gipfelbereich gibt es momentan keine Zugangsbeschränkungen. Der Abstand von 1,5 Metern sollte allerdings überall eingehalten werden. Die Personenzahl pro Bergbahnfahrt wird stark reduziert. Bei hoher Nachfrage wird allerdings die Frequenz erhöht.

In allen geschlossenen Räumen gilt eine Mund-Nasenschutz-Pflicht. Es reichen auch Tücher oder Schals als Schutz. Hochgezogene T-Shirts oder Jacken werden dagegen nicht akzeptiert. Vor Ort können Schutzmasken erworben werden, allerdings nur solange der Vorrat reicht. Es ist daher ratsam seinen eigenen Mund-Nasenschutz mitzubringen.

Die Bahnen werden regelmäßig desinfiziert und es gibt sowohl in den Bergbahnen als auch im Gastronomie-Sektor Desinfektionsmittel.

Auch der Aufenthalt in der Partnachklamm ist nur mit Mund- und Nasenschutz möglich. Dieser muss während des gesamten Besuchs in der Klamm getragen werden. Momentan kann die Klamm auch leider nur in einer Richtung begangen werden – vom Kassenhaus bis zum südlichen Ausgang. Der Eintritt vom Süden kommend oder ein Umdrehen in der Klamm ist nicht gestattet.

Bitte denkt also daran, dass beim Abstieg von der Zugspitze oder auch bei der Rückkehr einer Klammbesichtigung der längere und anstrengendere Rückweg über Vordergraseck, Partnachalm genutzt werden muss.

Stand: 28.07.20

4 Gedanken zu „Auf die Zugspitze wandern in der Corona Krise“

  1. Servus Samuel,

    Ich bin seit letztes Jahr Juni im Allgäu und habe schon den ein oder anderen Berggipfel erreicht. Möchte jetzt gerne meinen Traum erfüllen und auf die Zugspitze. Bevor ich wieder zurück nach NRW gehe. Allerdings nicht ohne Guide. Meine Vorstellung ist hoch zu wandern an einem Tag und mit der Bahn wieder runter zu fahren. Frühes aufstehen ist kein Problem. Klettersteig Ausrüstung ist vorhanden. Ich habe nur noch nicht herausgefunden wie man an einen Guide kommt mit dem man eine nicht allzu schwere Tour durchführen kann.
    Würde mich freuen wenn Du oder Ihr mir dabei behilflich sein könntest könntet.
    Vielen Dank im voraus und
    Viele Grüße Anja

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  2. Lieber Samuel,
    ich würde gerne Ende Mai mit meinem Freund auf die Zugspitze wandern. Hierfür habe ich mich für Tour 1 entschieden, da sie zur leichten Kategorie gehört und sehr schön beschrieben wird. Hierfür haben wir uns 2 Tage vorgenommen. Übernachten wollten wir mit Isomatte und Schlafsack;-) Auch den Abstieg hatten wir zu Fuss geplant. Besteht Ende Mai die Möglichkeit, diese Tour zu starten?
    Ich habe heute Morgen mit der Touristeninformation in Garmisch telefoniert…da hieß es zu mir: wenn es die Wetterlage zulässig…ich müsste Mitte Mai die Wetterlage beobachten!
    Über eine Einschätzung von Dir würde ich mich freuen.
    Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen, Markus Graf

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    • Hey Markus,
      generell würde ich mich ebenfalls der Meinung der Touristeninformation anschließen, dass das Wetter kurz vorher gecheckt werden muss. Infos dazu findest du auch in unseren häufig gestellten Fragen.

      Hinzu kommt momentan allerdings auch noch der Punkt den wir in diesem Beitrag hinzugefügt haben: „Wer sich im Gebiet der Zugspitze bewegt, befindet sich im Hochgebirge. Schnell entsteht ein Notfall, auch wenn es nur ein gestauchter Knöchel ist. Dann muss die Bergwacht ausrücken. In der momentanen Krisensituation ist es allerdings absolut nicht ethisch vertretbar die völlig überlasteten Hilfskräfte auf diese Weise noch mehr zu beschäftigen.“

      Wie die „Covid-19 Situation“ Ende Mai aussieht, weiß noch keiner. Jeder einzelne muss da wohl selbst eine Entscheidung auf Grundlage des eigenen Gewissens treffen.

      Wir hoffen, mithilfe dieser Infos kannst du eine gute Entscheidung treffen.
      Grüße

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Ja, ich habe schon auf der FAQ Seite nach einer Antwort gesucht.