Zur Alpspitze wandern: der ultimative Guide

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Die Alpspitze mit ihren 2628 Höhenmetern ist Teil des Wettersteingebirges in den Ostalpen. Für viele Einheimische ist sie der Lieblingsberg. Warum? Was macht die Alpspitze so besonders? Was hat sie, was andere Berge nicht haben? Wir haben uns unter Einheimischen umgehört.

Was macht die Zugspitze so besonders?

„Die Alpspitze – mit Abstand der schönste Berg der Welt“
„… jeden Morgen aufs Neue wird mein Aufstehen mit einer im Morgenrot strahlender Alpspitze belohnt…“
„… dieser pyramidenförmige markante Gipfel wirkt so majestätisch…“
„… schöner als das Matterhorn…“
„… absolutes Paradies für Sportliche die gern wandern, mit Spannung durch den Klettersteig…“
„… die Kulisse sieht mit den unterschiedlichen Wetter- und Wolkenkulissen immer anders aus…“

Diese und noch viele weitere begeisternde Aussagen kannst du von Bewohnern Garmisch-Partenkirchens hören. Sogar bei der Übertragung des berühmten Weltcup Skiabfahrtsrennen an der Kandahar, fällt unweigerlich vom Starthäusl aus der Blick auf die Alpspitze.

Durch ihre markante pyramidenförmige Form stiehlt sie der Zugspitze oft die Show. Die Alpspitze, der Osterfelder, das Kreuzeck und auch der Hausberg sind sehr beliebte Anlaufziele für Familien und Singles aus aller Welt. Vor allem aber auch für Tagesausflügler aus den Großstädten wie München. Das Garmisch-Classic Gebiet bietet dir eine Vielfalt an Bergtouren.

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Die Alpspitze, die das Bild Garmisch-Partenkirchens prägt, ist nicht nur ein schöner, anmutiger Anblick, sondern auch anziehend für Wanderer und Kletterer, die gern mit der Natur verbunden sind. Die gut gesicherten Klettersteige sind auch gut geeignet für Leute die sich noch nicht so sicher am Berg fühlen. Sehr beliebt bei den Kletterern sind die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade auf den zahlreichen Klettersteigen.

Unterhalb der Alpspitze, am Osterfelderkopf, startet auch der berühmte Jubiläumsgrat – der Weg zur Zugspitze. Was du eigentlich auch nie auslassen darfst ist die sogenannte AlpspiX, die du auf dem Osterfelderkopf, am Fuße der Alpspitze begehen kannst. Auf 2080 m Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform, mit Blick nach oben auf die Zugspitze und nach unten in das Höllental. Durch den Gitterboden können nervenstarke Leute Sichtblicke bis in 1000 m Tiefe genießen. Der Eintritt ist kostenfrei. Dank der Seilbahnen des Garmisch-Classic Gebietes kannst du dir entweder den Aufstieg erleichtern, oder je nach dem wie müde du bist, den Abstieg verkürzen.

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Tipp: Eine Tageskarte des Garmisch-Classic Gebiets, (Preis abhängig von Saison) beinhaltet die Alpspitz- Hochalm- und Kreuzeckzahn.

Die Tageskarte des Garmisch-Classic Gebiets eignet sich auch hervorragend für kleine Wanderungen. Oder du genießt einfach eine Seilbahn-Rundfahrt mit den herrlichsten Blicken auf die Alpspitze und Nachbargipfel.

Aufstieg zur Alpspitze:

Für die Besteigung der Alpspitze sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig. Bevor du die Tour startest kannst du erst einmal folgende Checkliste durchgehen:

  • Welchen Aufstieg nehme ich?
  • Welcher Abstieg ist sinnvoll?
  • Habe ich die ganze Ausrüstung: Helm, Klettersteigset, Handschuhe?
  • An welchem Tag will ich die Besteigung machen?
  • Eignet sich das Wetter zum Wandern?

Welchen Aufstieg nehme ich?

Diese Entscheidung hängt von deiner eigenen Kondition, deinen Bergkameraden und dem Wetter ab. Überlege auch, ob du einen Teil der Strecke mit dem Mountainbike fahren kannst, das erspart viel Weg, vor allem beim Abstieg.

Welcher Abstieg ist sinnvoll?

Hier ist die Frage: wo steht das Auto? Und wie werde ich bei einem anderen Weg mit Bahn oder Bus wieder zu dem Ausgangsparkplatz kommen.

Habe ich die ganze Ausrüstung wie Helm, Klettersteigset und Handschuhe?

Helm und auch Klettersteigset ist vor allem deshalb sehr wichtig, weil Kletterer weit über dir, Steine auslösen können. Diese bekommen auf dem Fallweg so viel Geschwindigkeit, dass sogar ein kleiner Stein zu großen Verletzungen führen kann. Auch Handschuhe sind wichtig, da sie vor Verletzungen schützen und guten Halt geben.

Anfänger Tipp: Fahrradhandschuhe sind auch ausreichend und billiger.

An welchem Tag will ich die Besteigung machen?

Die meisten Einheimischen, die auf die Alpspitze gehen, wirst du nicht am Wochenende oder an Feiertagen antreffen. Manchmal herrscht an den Klettersteigen ein Massenandrang und du musst viel warten. Es kann auch sein, dass du beim durchsteigen der Eisenleiter innerlich Druck bekommst durch all die Ungeduldigen hinter dir.

Unser Favorit ist: immer unter der Woche, am besten so gegen 5 Uhr morgens zu Fuß los oder ein Stück weit mit dem Mountainbike (Z. B bis zur Hochalm). Dann bist du oben am Einstig der Ferrata noch bevor die erste Osterfelderbahn die Touristen hinaufbringt. So bist du fast allein unterwegs und vielleicht kannst du am Kreuzeck sogar den Sonnenaufgang miterleben. Wenn die Morgensonne die Alpspitze anstrahlt, motiviert das automatisch zum weiterwandern!

Eignet sich das Wetter zum wandern?

Da die Alpspitz – Ferrata durchgehend mit Steighilfen und Tritthilfen versehen ist, ist es bei Gewitter sehr gefährlich dort zu wandern. Wichtig ist, nicht nur auf die Wolken zu sehen, sondern auch den Wetterbericht zu beachten. Wirst du von einem Unwetter überrascht und musst im Gewitter und Hagel absteigen werden die Eisenstäbe sehr rutschig. Und wenn der Blitz in die Eisenleiter einschlägt, ist das auch nicht sehr gesund. 🙂

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Aufstieg über Kreuzeck/Osterfelder

Ausgangspunkt: Kreuzeck- / Osterfelderbahn

Du kannst mit der Osterfelderbahn hinauf auf den Osterfelderkopf fahren. Am Kreuzeckzahn folgst du der Beschilderung „Riessersee“. Ein Forstweg führt zur Aule-Alm und zum Riessersee. Danach gehst du den Seeuferweg entlang und am Ende des Sees biegst du rechts ab. Dann gehts an der alten historischen Bobbahn vorbei, bis du oben eine Forststraße entlangwanderst.

Der Weg führt stetig und steil bergauf, an der Tonihüttn und etwas später geht’s an der Tröglhüttn vorbei, bis du zu einer beliebten Skipiste, dem sogenannten Hexenkessel kommst. Am Liftende des Sessellifts hast du das Kreuzeckhaus auf der linken Seite, mit einer weiteren wunderschönen Aussichtplattform. Weiter geht es links über die Hochalm zum Osterfelderkopf. Von dort folgst du der Beschilderung „Alpspitz – Ferrata“, die dich zu einem Drehkreuz führt. Danach führt ein Pfad über Holzstufen direkt zur Einstiegswand, die mit Trittbügeln und Eisenstiften großzügig zugenagelt ist.

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Nach einer Eisenleiter gelangst du an eine Wand die mit vielen Trittbügeln versehen ist. Nachdem du oben angekommen bist findest du eine Rinne aus Steinen, an der du hochklettern musst. So gelangst du zu mehreren Felsvorsprüngen. Danach sind die Eisenstifte im Zick – Zack an der Felsenwand angelegt bis du zu einem Grat kommst. Jetzt gilt es nur noch einen Kessel zu besteigen und durch eine letzte Rinne hinauf zu wandern. Fast hast du es geschafft – das Gipfelkreuz ist nur einige Meter von dir entfernt.

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Jetzt erstmal die herrliche Aussicht und die mitgebrachte Brotzeit genießen. Danach noch einen kleinen Eintrag ins Gipfelbuch, damit auch jeder weiß das du es geschafft hast.

Abstieg:

Du kannst dir verschiedene Routen zum Abstieg aussuchen. Zum einem kannst du wieder über die Alpspitzferrata hinunter wandern. Am Fuß der Alpspitze angekommen hättest du auch die Möglichkeit mit der Osterfelderbahn ins Tal zu kommen.

Zum anderen kannst du über die Ostschulter den Nordwandsteig zur Alpspitzbahn wählen Oder du wanderst über die Schöngänge, die sich auch an der Ostschulter befinden. Wanderst du diesen Weg, kommst du bei der Kreuzeckbahn raus. Dort befindet sich jeweils eine Seilbahn, mit der du preisgünstig ins Tal gelangst.

Die dritte Alternative wäre der Abstieg über das Matheisenkar durch die Höllentalklamm nach Hammersbach. Der Abstieg führt durch das Höllental. Bei dieser Route hast du die Möglichkeit dich nochmals mit einer Brotzeit in der Hällentalangerhütte zu stärken, um gut unten im Tal anzukommen.

Fazit:

Die Alpspitze ist ein ideales Gebiet für Bergsteiger und Kletterer, die eine großartige und sehr abwechslungsreiche Bergtour erleben möchten.

Das Garmisch-Classic Gebiet verbindet alt und jung, Sportler und Genießer und ist somit etwas wo die ganze Familie einen erlebnisreichen Tag erleben kann. Während die Sportler einen Klettersteig auf die Alpspitze bezwingen, können die Genießer unterhalb der Alpspitze wandern, ohne einen Klettersteig begehen zu müssen.

Und das Beste zum Schluss: an einer der vielen Almen, (Hochalm, Kreuzeckhaus…) können sich wieder alle treffen und bei einem bayrischen Essen von ihren schönen Erlebnissen berichten. Dabei kannst du den Blick auf die einmalige Bergkulisse der Alpspitze, Zugspitze und den Jubiläumsgrat genießen und dabei die klare Bergluft einatmen.

Die Alpspitze mit Bergführer

Das Wahrzeichen von Garmisch-Partenkirchen die Alpspitze

Als Tagesziel erklimmen wir die Alpspitze über die namhafte Nordwand- Ferrata im Wetterstein-Gebirge. Wir rüsten Sie dazu mit der kompletten Sicherheitsausrüstung aus und führen Sie nach vorheriger Einweisung sicher über die beeindruckenden Steige auf die Alpspitze.

  • Alpspitze an einem Tag
  • Geführte Tour mit staatlich geprüften Bergführern
  • Komplette Sicherheitsausrüstung inklusive

Alle Infos zur Tour unter : www.die-Bergfuehrer.de

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4 Gedanken zu “Zur Alpspitze wandern: der ultimative Guide

  1. Hallo Samuel,

    ich möchte das kommende Wochenende die Viehscheid in Oy-Mittelberg Hasslach mit einer Wanderung verbinden. Ich möchte mit der Bahn hochfahren und dann bergab wandern. Ich möchte definitiv nicht klettern, habe auch Höhenangst und bevorzuge daher eher schöne Wanderwege, gerne darf die Wanderung 5 Stunden dauern und gerne mit einer Einkehr in einer Hütte verbunden sein. Ist das auf der Alpspitze möglich? Falls die Alpspitze für mich nicht passt, welche Möglichkeiten gibt es noch in der näheren Umgebung (ich bin mobil und nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen). Kann mir hierzu jemand Auskunft geben? Vielen Dank!

  2. Hallo !

    wir wollen im Sommer die Zugspitze erwandern : Hüttentour mit 3-4 Übernachtungen, wir sind aber keine Kletterer und haben eine normale Kondition. Könnt ihr uns eine Tour und Hütten empfehlen – wenn die Alpspitz mit integriert wird dann ist das super… euer Blog ist soooo ansteckend : )

    Danke und liebe Grüße

    Gudrun

    • Hallo Gudrun,
      also, wenn ihr keine Kletterei in eurer Tour haben möchtet wird es schwierig die Zugspitze und die Alpspitze in einer Hüttentour zu verbinden… denn die beiden verbindet nur der Jubiläumsgrat
      Aber um die Zugspitze zu besteigen könnt ihr Tour 1 oder Tour 2 gehen. Beide sind ohne große Klettereien.

      In unserem Beitrag über die Zugspitze findest du dann die Informationen über einen extra Aufstieg auf die Alpspitze. Ihr könntet zum Beispiel eine Nacht in Garmisch übernachten.

      Ich hoffe diese Infos haben dir weiter geholfen…
      Viel Erfolg bei eurer Tour…

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